Schweizer Weinregionen

Wein, Vino, Vin

Die Schweiz spricht Deutsch, Italienisch, Französisch und Rätoromanisch – ein Reichtum an Ausdrucksmöglichkeiten, der sich in vielfältigen Traditionen und Lebensarten widerspiegelt. Auch beim Essen und Trinken und in den regionalen Weinkulturen.

Der Weinbau in der Schweiz geht vermutlich auf die Zeit der Römer zurück. Gesichert ist, dass seit dem 6. Jahrhundert in der Waadt Wein kultiviert wurde. Wie in anderen Gegenden Europas wurden viele der ersten Weinberge von Mönchen angelegt. Mit der Gründung des Klosters in Dézaley legten die Zisterzienser einen wichtigen Grundstein für die Verbreitung des Weinbaus über die ganze heutige Schweiz. Ideale Lagen sind die grossen Flusstäler der Rhône, des Rheins und des Ticino sowie die Südhänge über den Ufern der vielen Schweizer Seen. Hier verstärkt die Spiegelung der Wasseroberfläche die Sonneneinstrahlung: die Thermik lässt warme Luft von unten nach oben durch die Rebberge strömen. Zudem wirken die Seen als Wärmespeicher, die im Herbst und Frühwinter den ersten Frost hinauszögern.

Schweizer Winzer geben sich von Jahr zu Jahr grosse Mühe, aus den verschiedenen Lagen das Beste zu schaffen. In jüngster Zeit hat das Renommee des Schweizer Weinbaus einen eigentlichen Innovationsschub erlebt: Junge, qualitätsbewusste Winzer besinnen sich auf die Tradition und bepflanzen ihre Parzellen nicht mit Modesorten, sondern wie seit jeher mit den Trauben, die ideal zum Boden und zum lokalen Mikroklima passen. Was sie daraus machen, sind Weine überraschender Grösse. Trouvaillen, cultivées en Suisse – vom Lac Léman bis in die Bündner Herrschaft, vom Klettgau nördlich des Rheins bis in den Tessin südlich der Alpen.